Samstag, 22. Februar 2014

Der Henkersturm in Rothenburg ob der Tauber

 

The executioner tower to mention 1405, burned several times and became a lightning strike restored 1927. The executioner, has never lived in this tower, his official residence was a cottage on Klingentor. 




Ein putzig aussehendes Domizil mit dem aufgesetzten Wohnerker, ist der Henkersturm, im äußeren Bering der Wehrmauer an der Klingenschütt.
Was so schön aussieht, war bis in die 50er Jahre von einer Familie und einer Einzelperson bewohnt. Der Turm, 1405 erwähnt, brannte mehrfach aus und wurde nach einem Blitzschlag 1927 wiederhergestellt. Der Henker, oder Nachrichter hat in dem Turm nie gewohnt, seine Dienstwohnung war ein Häuschen am Klingentor, nach “Schnurrer“ wurde das Haus 1585 repariert. Vorher war sein Domizil im Freudengässchen, wegen seiner “unehrlichen“ Tätigkeit in der Straße mit dem Abdecker und den Freudenmädchen, wie mir Herr Tittmann erzählte.
In der Zeit um 1390, hatte Rothenburg drei Richtstätten, den Galgen vor dem Galgentor und den Rabenstein zum Enthaupten und das Turmseelein zum Ertränken. Es gab auch zu besonderen Anlässen Hinrichtungen auf dem Marktplatz. Fotos: © Leo Wirth


Ein Link zu >> Kriminalmuseum Rothenburg << dem grössten und bedeutendsten in Deutschland zu Rechtsgeschichte





Draußen vor dem Galgentor befand sich der gemauerte Rabenstein für die Enthauptungen, die als Ehrenvoller galten als der Tod am Galgen. Die Rabensteine dienten als Zeichen der peinlichen Gerichtsbarkeit und fanden sich in allen deutschen Städten, denen diese Art Gerichtsbarkeit zustand. Rabenstein wurde ein erhöhter, von Steinen gemauerter Platz genannt, auf dem vor allem im Mittelalter die Enthauptung von Verurteilten stattfand. Die Bezeichnung kommt daher, daß sich bei solcherart Nutzung viele Raben aufzuhalten pflegten. Enthauptungen fanden in aller Öffentlichkeit statt und zwar für schwere Betrugs- und Sittlichkeitsverbrechen, für Todschlag ohne Notwehr und anderes.


Im Festspiel “Der Meistertrunk“, wird der Henker zitiert und die Situation nach der Einnahme der Stadt beschrieben. Danach wird der Henker von Rothenburg von Tilly beauftragt die Strafe am Rat der Stadt zu vollstrecken. Doch mutig tritt er ihm entgegen: “ O hoher Herr, verlangt Ihr mein Leben, es liegt zu Euren Füßen, aber erst müsst Ihr mir Hand und Kopf abschlagen, ehe mein Schwert auf Häupter unseres Rats ich richte. Dies schwöre ich, sowahr mir Gott mög´ helfen!“.



Nun, heute wird der Henkersturm vom Deutschen Alpen Verein zu seinen wöchentlichen Treffen in den beiden Untergeschossen genutzt, während die Jugendgruppe der Sektion Rothenburg in den Obergeschossen ihre Trainingsräume hat. An der Außenseite des Turmes kann das Klettern geübt werden. So hat der Henkersturm eine sinnvolle und nützliche Funktion erhalten. Hier geht es zur BIO von >> Ulrich Pyczak << einem Gründungsmitglied desAV und 60 Jahre dabei. 


Zum > Alpenverein Sektion Rothenburg < geht's hier mit Infos auf der Website.


Gleich zwischen Henkersturm und Pulverturm an der Klingenschütt zu den >> Kutschen am Schrannenplatz << mit dem schönen Landauer. 


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen