Freitag, 30. Mai 2014

Rothenburg ob der Tauber - Wappen


 
On the balcony of the town hall in Rothenburg ob der Tauber is this beautiful emblem of the city, which was embellished with two female heads in the Renaissance style. Leonhard Weidmann has it, so to speak so affixed as a signature for completion of the work there. In the arms of the city, symbolizing the red towers of the city walls to defend. To history: the castle is from the seal of Rothenburg's mayor and bailiffs of 1227 from the family of chefs from the North Mountain and shows two peaks tower in the city walls.



Am Erker des Rathauses in Rothenburg ob der Tauber befindet sich dieses schöne Wappen der Stadt, das mit zwei Frauenköpfen im Stil der Renaissance verschönert wurde. Leonhard Weidmann hat es sozusagen als Signum zum Abschluß der Bauarbeiten dort anbringen lassen. 
Zur Wappengeschichte: Die Burg stammt aus dem Siegel der Rothenburger Burgvögte und Schultheißen von 1227 aus der Familie der Küchenmeister von Nortenberg und zeigt zwei Zinnentürme in der Mauer. Aus dem Jahr 1303 ist das älteste Siegel überliefert, das wohl 1274 angefertigt wurde. Auf Rücksiegeln erscheint bis zum 15. Jahrhundert der Großbuchstabe R. Das Wappen wird bereits 1260 von Conrad von Mure erwähnt. An den Stadttoren taucht es im 14. Jahrhundert auf, farbige Abbildungen in Wappenbüchern sind seit dem 15. Jahrhundert überliefert. Seit 1555 erscheint statt der Burg der Reichsadler aus dem Siegel des kaiserlichen Landgerichts mit Brustschild, darin das Stadtwappen mit der Burg. Im 19. Jahrhundert steht die Burg wieder allein im Wappen. Von dem Baumeister Leonhard Weidmann stammt auch das Alte Walltor an der Klingenbastei, am Arthur Wasse Weg.

Literatur Hinweis: Zum Rathaus in Rothenburg, genauer zum Renaissancetrakt des Rothenburger Rathauses von 1572 - 1580, gibt es ein Buch von Dr. Karl-Heinz Schneider im Verlag des Vereins Alt-Rothenburg  E.V. mit der ISBN 978-3-7689-0281-6. 

Das Stadtwappen von Rothenburg ob der Tauber, die roten Türme in der Wehrmauer symbolisieren die Wehrhaftigkeit der Stadt. Die beiden Köpfe sind typische Zierelemente der Renaissance und haben lediglich dekorativen Charakter, wie auch z.B. am Spital. 
Hinweis von Dr. Helmut Möhring, Reichsstadt Museum.
  
Sie finden sich häufig im Bereich der Weserrenaissance. Sie sind ohne weiteres mit dem Formenschatz des ausführenden Steinmetzen Leonhard Weidmann in Verbindung zu bringen. Er ist als ausführender Steinmetz für die Dekoration am Rathauserker auch in den Archivalien zu fassen. Hinweis von Dr. Karl-Heinz Schneider, Kriminalmuseum Rothenburg und vom Arbeitskreis Westmittelfränkischer Museen e.V. in der Burggasse 3 in 91541 Rothenburg o.d.T. mit Telefon 0 98 61 - 53 59 und Telefax 0 98 61 - 82 58 und E-Mail info (at) kriminalmuseum.rothenburg.de


Ich danke Herrn Dr. Karl-Heinz Schneider und Herrn Dr. Helmut Möhring für die Hinweise zum Thema des Wappens. Bericht und Fotos: © Leo Wirth 


Ein Besuch im >> Museum für Stadtgeschichte << dem Historiengewölbe mit Staatsverlies im Rathaus


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