Samstag, 28. Juni 2014

Eppelein von Gailingen



Eppelein von Gailingen - A robber knight from Franconia, the footprint on the wall of the Nuremberg Imperial Castle, a Frankish Sage, a Frankish knight, a little Robin Hood, a rebel against injustice of social relations, much poetry and incredibly romantic all.                      

Eppelein von Gailingen - Ein Raubritter aus Franken oder a weng a Robin Hood oder auch wej aaner unter die Reeder kummt.

 


Wenn man grad mal wieder nach Nürnberg und dann auf die Burg kommt, ist der erste Gang zur Mauer um festzustellen ob der Hufabdruck noch da ist, den der sagenumwobene Ritter Eppelein hinterlassen haben soll. Eine fränkische Sage, ein fränkischer Raubritter, ein wenig ein Robin Hood, ein Rebell gegen Ungerechtigkeit der sozialen Verhältnisse, viel Dichtung und unheimlich romantisch das ganze. Sie hatten ihn gefangen, mit Spießen und mit Stangen, den Gailingen von Eppelein, das war ein Jubeln und ein Schrein......, so beginnt ein Gedicht über den berühmten Raubritter Eppelein von Gailingen, das wir in der Schule lernten und immer wieder gerne aufsagten. Der Gang auf die Nürnberger Kaiserburg, um den Hufabdruck in der Sandsteinmauer zu sehen und mit den Fingern abzutasten war Pflicht für ganze Schulklassen. Jeder Erwachsene der nicht sagen konnte er hätte den Hufabdruck nicht gesehen, gefühlt war kein Franke. Bewundernd staunte man, wie der Eppelein gefesselt und aufs Pferd gebunden vom Galgen auf die Mauer und über den unheimlich breiten Graben in die Freiheit springen konnte. Das hat jeden in den Bann gezogen und ein Leben lang beschäftigt, jou werkli.

  
Der Eppelein Sprung von der Burg, ist auf einer alten Postkarte von 1901 festgehalten, so ist die Geschichte romantisch verklärt zu sehen, wie man sie halt im Nürnberger Raum erzählte und kannte. 
Von den Nürnbergern gefangen und dann kurz vor der Hinrichtung abgehauen, so schließt die Story spöttisch mit einem Reim. 

“So gewiss, dass der Eppelein, ist gesprungen über’n Grab’n.

So gewiss hängen die Nürnberger keinen ehe sie ihn hab’n.“


Richtig schej, Gell?


Zum Ritteressen in Uffenheim mit dem Gedicht von Eppelein geht's hier > http://www.ritteressen.de/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=37&Itemid=61

Eine BIO bei Ahnenforschung > http://www.geilings.com/ahnenforschung/





Der Erzfeind Nummer 1 der Nürnberger Pfeffersäcke, der Stadt und des zollerschen Burggrafen wurde zum übelsten, wildesten Raubritter abgestempelt und erbarmungslos gejagd. Uns Kindern wurde immer gesagt, der Eppelein stamme aus Gailnau bei Rothenburg, Gemeinde Wettringen-Mfr. das klang schlüssig, Gailnau und Gailingen. Dort soll er der Sage nach eine Burg gehabt haben, von deren verfallenen Resten noch unterirdische Gänge bis nach Waltersdorf und Diebach führen sollen. Inzwischen weiß man aber, dass der Eppelein von Gailingen mit richtigem Namen Apollonius von Gailingen hieß und um 1320 in Illesheim bei Bad Windsheim geboren ist. Gestorben am 15.Mai 1381 in Neumarkt in der Oberpfalz. Er war auch als Eckelein Gayling, Ekkelin Gayling oder Eckelein Gailing bekannt. Nachbargemeinden sind: Bad Windsheim, Obernzenn, Oberdachstetten, Marktbergel und Burgbernheim.   

In Illesheim im Raum Bad Windsheim lebten die Geylings auch auf Burg Röllingshausen. Mit Rothenburg hatte das ganze deshalb zu tun, weil auf Antrag der Stadt und mit dem Einverständnis des Kaisers Karl IV. der Besitz und das Schloss des Eckelein konfisziert, bezw. zerstört wurde. In dem am Ausgang des Steinbachtales zum Taubertal gelegenen Weiler Steinbach hatte der Eppelein von Gailingen im Jahre 1380 urkundlich einen Hof. Na jedenfalls ist der Eppelein auch nach rund 700 Jahren immer noch in Erinnerung und sein kühner Sprung über die Burgmauer und den weiten Graben werden noch viele Generationen bewundern und diskutieren. Dass es sich um reine, verklärte Dichtung handelt und es diesen Ritter nie gab spielt kaum eine Rolle dabei, viele möchten so unerschrocken auftreten und fast jeder identifiziert sich gerne mit diesem aufmüpfigen Protestler. Im Sattel war er kaum zu schlagen, verteidigte seine Rechte, kämpfte für viele Lehnsherren und wurde am Ende gerade durch diese ausgeschaltet, verroten, verkaaft und umbrocht.

Ja su gejts, wenn mer si eisetzt für Andere, dann werd ma am End nu im Stich glassen, Gell.

Leo Wirth


Werner Schoger im Degener-Verlag > Eppelein von Gailingen und seine Zeit, eine Buchbesprechung und eine BIO bei wikipedia unter:  http://de.wikipedia.org/wiki/Eppelein_von_Gailingen  


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