Samstag, 3. November 2018

Symbol der Gerichtsbarkeit und der Verliese



Das Museum “Historien-Gewölbe und Staatsverlies“ in Rothenburg ob der Tauber wird vom Verein des Historischen Festspiels “Der Meistertrunk von Rothenburg“ betrieben und im Erdgeschoß des gotischen Rathauses, mit Eingang durch das alte Portal werden seit 1966 aufgestellte Inszenierungen mit lebensgroßen Figurengruppen zur Situation der Freien Reichsstadt während des Dreißigjährigen Krieges, um 1630 gezeigt.



 


Seit 1986 sind auch eine Folterkammer und drei Verliese im Kellergeschoß zugänglich. Ausstellungsstücke wie Waffen und Gerätschaften veranschaulichen die Zeit um den Dreißigjährigen Krieg. 
Es geht auch um die Geschichte rund um den "Meistertrunk". Die Eingangshalle zeigt einen Ausschnitt aus der Verteidigungsbereitschaft der Freien Reichsstadt im 17. Jahrhundert. Ein Gemälde zeigt den legendären ’Meistertrinker’ und Altbürgermeister Nusch, ihm und dem kaiserlichen Feldherrn Graf Tilly ist ein Raum gewidmet. Über die geistliche Situation im alten Rothenburg berichtet. Um 1544 hielt die Reformation in Rothenburg Einzug und 1609 schloss sich die Stadt der Evangelischen Union an. Die Ausstellung soll den Widerstreit der alten Ordnung der katholischen Kirche mit dem reinen Evangelium der Protestanten veranschaulichen.
 Im Bild: "Die göttliche Sonne mit dem Schwert der Gerechtigkeit"




In einem Gewölbe wird z.B. die militärische Situation der Stadt in den schicksalsschweren Tagen des 30. und 31. Oktober 1631 dargestellt. Die Rothenburger stellten sich dem kaiserlichen Heer entgegen und Tilly belagerte mit einer Armee von 60 000 Mann kriegsgeübter Truppen die Stadt. Am 31. Oktober wurde die Stadt durch eine Bresche am Pulverturm gestürmt und der Bürgermeister Nusch lies die weiße Fahne am Galgentor aushängen. In einem weiteren Gewölbe wird ein Ausschnitt aus dem Feldlager des kaiserlichen Heeres vor den Toren der Stadt gezeigt. Am Pfingstsonntag nachmittag jeden Jahres findet zur Erinnerung an die Kriegsereignisse ein großer Heereszug durch die Stadt und zum Feldlager vor dem Galgentor statt, an dem alle Gruppen des Festspiels teilnehmen.  

Die >> Galgengasse << mit dem Würzburger Tor und dem Weißen Turm. 

Das >> Stadtwappen von Rothenburg << am Rathauserker, verschönt  vom Architekten mit Frauenköpfen. 

Der Wappenstein am Torbogen der Spitalbastei >> Pax intrantibus << mit Jahreszahl 1586
 

Der Durchgang zum Staatsverlies ist dem Glasermeister und Festspieldichter Adam Hörber gewidmet, an den Wänden sind Symbole und Wappen zu sehen. 


Über dem Eingang aufgemalt, das Symbol der Gerichtsbarkeit und der Verliese:
 "Die göttliche Sonne mit dem Schwert der Gerechtigkeit"


Das Staatsverlies des früheren Stadtstaates ist von den Historiengewölben aus zu erreichen. Durch die Wachstube führt ein Verbindungsgang zum Folterraum mit verschiedenen Foltergeräten. Die Gefängniszellen vermitteln einen Eindruck der früheren Haftbedingungen um 1300. 
Report & Photos © Leo Wirth und Infos Fritz Schaumann † Gründer & Museumsleiter.


Kontakt: Historiengewölbe und Staatsverlies, Herrngasse / Rathaus, Eingang im Lichthof, Telefon: 09861-8 67 51



Report & Photos © Leo Wirth in Rothenblog at Pinterest at Maps




Keine Kommentare:

Kommentar posten