Montag, 19. Mai 2014

Holunderstrauch mit Trugdolden


Jetzt blühen sie wieder, die Sträucher mit den weißen, schirmförmigen Trugdolden und verströmen ihren Duft. Im Mai/Juni ist die Zeit ,in der sich die nektarlosen, duftenden Blüten nach oben richten, während ihre Fruchtstände nach unten geneigt sind.

 


Der schwarze Holunder, Sambucus nigra, lebt fast ausschließlich in der Nähe menschlicher Wohnungen. 
 
Auch vor meiner Haustüre blüht ein solcher Strauch , wild gewachsen durch Samenflug, oder durch Vögel ausgebracht. Erinnerungen werden wach an die Jugendzeit, wo wir die dicken Zweige schnitten, das Mark aushöhlten, um Pfeifen daraus zu machen, oder sie zu Blasrohren zu verarbeiten. 
 
In der Nachkriegszeit, als das Essen knapp war, gab es die Dolden in Pfannkuchenteig getunkt und in der Pfanne gebacken. 
 








Außerdem waren Holunderhecken und Gebüsche für uns Kinder ein beliebter Spielplatz zum Verstecken. Bekannt sind aus der Familie der Geißblattgewächse Caprifoliaceae, das Wald-Geißblatt, oder die “Heckenkirsche“, auch als Jelängerjelieber in Parkanlagen bekannt. Trauben-Holunder, Zwergholunder und der gemeine Schneeball, im Unterholz von Laubwäldern. Die als “Holunderbeeren“ bezeichneten Steinfrüchte bilden eine Lieblingsnahrung der Vögel, die die Samen auf Mauern, Türmen und anderen schwer zugänglichen Orten aussäen. So ist wohl auch mein Holunder entstanden, der inzwischen zu einem stattlichen Strauch herangewachsen ist, gut aussieht und im Sommer prima Schatten spendet. Fotos: © Leo Wirth
 


Eine schöne Naturlandschaft, ein >> Biotop an der Tauber << zwischen Gebsattel und Bockenfeld

 
 
 
Report & Photos © Leo Wirth in Rothenblog at Pinterest at Maps
 
 

Keine Kommentare:

Kommentar posten