Samstag, 1. März 2014

Schrannenplatz mit Portal des ehemaligen Judenkirchhof in Rothenburg


On the history of the Jewish community and its cemeteries in Rothenburg ob der Tauber, one on the portal Schrannenplatz, the former Jewish cemetery.

 

 


Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde und ihrer Friedhöfe in Rothenburg ob der Tauber, gehört das Portal am Schrannenplatz, dem ehemaligen Judenkirchhof. Der mittelalterliche Jüdische Friedhof am Schrannenplatz in Rothenburg ob der Tauber hieß früher Judenkirchhof, bis er 1955 umbenannt wurde und lag ausserhalb der ersten Stadtmauer. Er wurde bis zur Vertreibung der Juden aus der Stadt 1520 belegt, danach wurde er großenteils abgeräumt und die Grabsteine wurden als Baumaterial verwendet. 1589 wurde an der Südseite des ehemaligen jüdischen Friedhofes die städtische "Schranne" der Kornspeicher errichtet, der als zentraler Lager- und Umschlagplatz für landwirtschaftliche Produkte, hauptsächlich Getreide diente. Die Scheune wird heute als Veranstaltungsort für Ausstellungen und Konzerte genutzt. Am Übergang vom Schrannenplatz zur Heugasse in Richtung zur Judengasse, finden sich an einem Haus noch die verwitterten Buchstaben "Judenkirchhof".

Eine Biografie unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Meir_von_Rothenburg


  
Auf der anderen Seite ist dieses Portal am Schrannenplatz zu sehen, das zum ehemaligen Städischen Bad führt und früher auf Ansichtskarten um 1918 abgebildet war. Unterhalb der Kugel über dem Portal ist ein Magen David, ein "Davidstern" in Fragmenten zu sehen. Ein Teil der Grabsteine befindet sich heute im Reichsstadtmuseum, einige weitere Steine wurden erst in den vergangenen Jahren bei Baumaßnahmen in der Stadt entdeckt, unter anderem 1989 bei Arbeiten an der Burgmauer, in die Grabsteine eingebaut waren, teilweise auch in der Mauerabdeckung lagen. Darunter war der älteste bisher bekannte Rothenburger Grabstein aus dem Jahr 1266. Es bestand bereits seit dem 12. Jahrhundert eine jüdische Gemeinde mit allen Einrichtungen wie Friedhof, Synagoge, Mikwe und Gemeindehaus. 1180 wird der erste Rothenburger Jude namentlich genannt. Im 13. Jahrhundert war der geistige Führer des damaligen Judentums in Deutschland, Rabbi Meir ben Baruch, um 1220-1293 und lebte fast vierzig Jahre in Rothenburg, leitete hier eine Schule, eine Jaschiwa am Milchmarkt dem heutigen Kapellenplatz. Fotos: © Leo Wirth

Weitere Informationen gibt es in den Publikationen bei Alt-Rothenburg und auf der Webseite von >> Alemannia Judaica << zu der Geschichte der Juden in Rothenburg. 

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